E-Handbike Antriebe

Der anhaltende Trend zu E-Bikes macht vor dem Handbike nicht halt und kommt uns sehr entgegen.

Jeder Rollstuhlfahrer weiss aus eigener Erfahrung und jeder Bewegungs-Fachmann, wird es bestätigen, die Anatomie von Schultern und Armen ist nicht aufgebaut um sich damit fortzubewegen.
Elektrische Antriebshilfen eröffnen ungeahnte Reichweiten und erschliessen dem Gehbehinderten Gebiete welche er sonst nur mit fremder Hilfe zu Gesicht bekommen würde.

Welcher Rollstuhlfahrer träumt nicht davon mit seiner Familie oder seinen nichtbehinderten Freunden in der Freizeit durch Wälder zu streifen oder einfach mal mit dem Rad ins Naherholungsgebiet zu fahren. Mit E-Unterstützung wird dieser Wunsch auch Gelegenheits-Handbikern ermöglicht.

Auch bei den elektrischen Unterstützungssystemen nimmt das Handbike eine Sonderstellung ein.

Motor, Akku, Sensoren

Ein E-Handbike ist in der Regel nicht anders als ein ganz normales Handbike aufgebaut. Zusätzlich verfügt es über Motor, Akku, Sensoren und Controller. Registrieren die Sensoren eine Pedalbewegung, schicken sie ein Signal an den Controller. Der Controller steuert den Akku. Dieser sendet Strom an den Motor, welcher dann den Fahrer beim Kurbeln unterstützt. Besonders beim Bergauffahren ist das komfortabel. Der Unterschied zum reinen Elektrofahrmotor ist, dass man beim E-Handbike an der Kurbel drehen muss, sonst passiert nichts. Beim Elektrofahrmotor reicht ein Knopfdruck oder ein Drehen am Griff, wie beim Mofa. Je nach Wahl des Antriebs kann so gut wie jedes handelsübliche Handbike zu einem E-Handbike umgebaut werden.
Vom Gesetzgeber unterliegen Fahrräder und auch Handbikes mit reinem Fahrmotor völlig anderen Voraussetzungen und Regeln. Nur wenn die Motoren ausschliesslich unterstützend zum Fahrer wirken, gelten sie als E-Fahrräder und dürfen als Fahrräder in den Verkehr gebracht werden.